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Stauferprojekt Technisches Gymnasium Tübingen |
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Religion
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Die Hauptreligion
der Staufer war das Christentum.
sowie das sich
abgrenzende Sonderchristentum, nämlich:
Die katholische
Kirche ist geprägt durch hierarchische
Gliederung ( von höchsten Ämtern bis zum Kirchenvolk: Papst
- Bischöfe - Priester - Laien). Sie spielt besonders in Hinsicht
auf den ständigen Streit des Kaisers mit dem Papst eine große
Rolle. Das ostkirchliche Christentum ist heute wohl besser bekannt als orthodoxe Kirche. Als orthodox ( gr. rechtgläubig, strenggläubig), werden die Ostkirchen bezeichnet, die sich im sogenannten morgenländischen Schisma (Kirchenspaltung) seit 1054 von der römisch katholischen Kirche lösten und den Papst nicht als Oberhaupt anerkennen. Die dritte große Gruppe, das individualistische Christentum, läßt sich schwer unter einem Stichwort zusammenfassen. Als individuelles Christentum wird häufig das frühmittelalterliche Mönchtum und die Askese (eine streng enthaltsame Lebensweise um sittlicher u. religiöser Ideale Willen), die durch verschiedene Personen ausgelöst wurden bezeichnet. Aufgrund der Verweltlichung der Kirche gab es in der Stauferzeit viele Sekten. Die Sekten, die das Recht auf Herrschaft und Besitz der Kirchen bestreiten und die Armut der Aposteln fordern, lassen sich in verschiedene Gruppen einteilen: Sacerdotium
und ImperiumDie unterschiedliche Auffassung von der Zuordnung der
höchsten geistlichen (Sacerdotium) und weltlichen (Imperium)
Gewalt führte zu einer Auseinandersetzung, die mehr als nur theoretischen
Charakter besaß. Man kann auch nicht pauschalisierend sagen,
der Kaiser habe blind am überholten salischen Vorbild festgehalten,
während das Papsttum sein im Investiturstreit
neu gewonnenes Selbstverständnis zu wahren suchte. Getreu dem
Ratschlag seines Kanzlers Rainald von Dassel jedoch, der auf unerbittliche
Härte bis zur offenen Konfrontation drängte und damit den
politischen Stil der nächsten Jahre prägte, lehnte Friedrich
Barbarossa; der Papst habe durch seinen Frieden mit "dem Sizilier"
den Konstanzer Vertrag gebrochen, seitdem betrachte auch er sich nicht
mehr an ihn gebunden. Die
Katharer wollten die besseren Christen
sein - und vor allem bedeuteten sie die große, ja die größte
Gefahr für die christliche Kirche zu jener Zeit: eine Antikirche.Die
katharische Lehre entwickelte sich aus dem bulgarischen Bogomilentum
und der häretischen Wanderbewegung. Die Lehre der Katharer ist
schwierig. Die ist gekennzeichnet durch den Dualismus: Zwei Prinzipien,
zwei Reiche, zwei Welten, eine geistige und materielle Welt, gute
und böse Engel, alles dies von Mythen umhüllt, wobei die
Gestalt Jesu, ihrer Gottheit entkleidet, als einer der zahlreichen
Engel in dem Scheinleib zur Erlösung der in der Marterie festgehaltenen
reinen Seelen in die böse Welt kam. Das Böse ist das größte
Problem der katharischen Lehre. Zur Befreiung von der Materie hilft
nicht ein Weltschmerz spielerischer Art; die böse Welt kann nur
überwunden werden durch harte Askese und durch Leiden, wie es
das Neue Testament lehrt. Zur Askese gehört volle sexuelle Enthaltung,
Abstinenz von allem, was mit Zeugung zu tun hat, also von Speisen
wie Fleisch, Eier, Milch und Käse, allgemein ein strenges Fasten.
Die Katharer kämpften gegen die katholische Kirche, gegen ihre
Messe, ihre Sakramente, ihre Ritualien. Die Waldenser nahmen eine besondere Stellung in der religiösen Bewegung ein. Sie sind die einzige Gruppe der religiösen Bewegungen, die seit dem hohen Mittelalter bis zur heutigen Zeit am Leben geblieben ist. Die Waldenser lassen sich auf einen einzigen Mann zurückführen, den reichen Kaufmann Waldes aus Lyon. Er war von der Berufung zum Prediger erfüllt und kämpfte sein ganzes Leben für den Predigtanspruch gegen die Hierarchie. Mit ihm begann die Wanderbewegung der Waldenser. Aus den Waldensern, die sich trotz beginnender Verfolgung ausbreiteten, entstanden die "lombardischen Armen" ( Paupres lombari). Sie entwickelten sich eigenständig und waren bald als eigene Bewegung anerkannt. Die Hauptpunkte ihrer Lehre waren:
Die Beginen sind als eine nicht genau erfaßbare Gruppe der religiösen Bewegung zwischen Christentum und Kirche. Die vor Jahrzehnten gegebenen Definition hat auch heute noch ihre Gültigkeit:
Es ist ein
Zusammenschließen verschiedener neuer Ideen (Vita apostolica,
freiwilliger Armut) zu wahrhaft christlicher Existenz neben den oder
außerhalb der von der hierarchischen Kirche gebilligten religiösen
Ständen; veranlaßt durch das oft beschworene wirkliche
oder vermeintliche Ungenügen an der verfaßten Kirche.Verfolgungen
und Vertreibungen löschen am Ende des Mittelalters das Beginentum
aus. So wurde auch in diesen Versuchen christlicher Lebensgestaltung
die immer stärker werdende harte Macht der Hierarchie wirksam.Die
Folge des Sekten war die Gründung neuer Kirchenorden, welche
unter anderem die Aufgabe hatten, die Sekten zu verfolgen. (Z.B. Jesuiten)
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