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Theaterstück gegen Mobbing an Schulen

„War doch nur Spaß!“ das interaktive Theaterstück über Gewalt im Schulalltag gastiert am Dienstag 20.1.2015 und am Mittwoch 28.1.2015 in der Klassenstufe 8 des sechsjährigen Technischen Gymnasiums (TG6). Dabei geht es nicht nur um Gewaltausbrüche, sondern auch um die Gewalt im Kleinen - diese wird häufig nicht als solche wahrgenommen. Das interaktive Schauspiel geht der Frage nach, wo die Grenze eines akzeptablen Verhaltens überschritten wird und wo aus Spaß bitterer Ernst wird. Der Schauspieler Thomas Fritsche schlüpft dabei zugleich in die Rolle des Spielleiters, der die Klassen zum Mitmachen auffordert, und in die Rolle des Sprechers für die im Stück agierenden Figuren. Unterstützt wird er dabei durch vier Schülerinnen oder Schüler. So wird bei allem Ernst der Thematik eine ungezwungene Atmosphäre möglich.

Im Verlauf der Aufführung geht es etwa um die Schülerinnen Lena und Neshe: Sie waren einst beste Freundinnen und haben jetzt Streit. Oder um die Alex und Florian, die miteinander den Kampf austragen, wer es von beiden am meisten drauf hat. Und da ist auch der fiktive Klassenlehrer Herr Weiß, der an seinem eigenen Anspruch an seine Englischstunden scheitert. Durch seinen Bezug auf Schulsituationen regt das Theaterprojekt zum Nachzudenken an: Fördert sprachliche Verrohung körperliche Gewalt? Wird jemand, der „im Spaß“ als Opfer beschimpft wird, eines Tages wirklich zum Opfer?

Das von der Stiftung gegen Gewalt an Schulen (www.stiftung-gegen-gewalt-an-schulen.de) initiierte und finanzierte Theaterstück will das Einfühlungsvermögen der Schüler fördern. Durch die Jugendsprache im Stück können die sich Achtklässler quasi selbst zuhören und so ihr eigenes Verhalten anhand der Spielhandlung reflektieren. „War doch nur Spaß“ dauert eine Schulstunde, eine Diskussion über mögliche Lösungen der gezeigten Konfliktsituationen schließt sich daran an.

Thomas Fritsche und Helga Fleig entwickelten das Projekt im Auftrag des „Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden -Stiftung gegen Gewalt an Schulen“. Theaterpädagogen und Friedensforscher begleiteten die Entstehung des Manuskriptes. Hardy Schober, Vorsitzender der Stiftung: „Das Stück soll in gewohnter Umgebung, also im eigenen Klassenzimmer, die Empathie gegenüber Mitschülern stärken. Wenn wir es schaffen Toleranz und gegenseitigen Respekt zu vermitteln, haben wir wieder einen kleinen Schritt in eine gewaltfreiere Welt getan.“

An der Gewerblichen Schule Tübingen betreut Beate Legner den Bereich der Schulsozialarbeit. Ihrer Initiative ist es zu verdanken, dass dieses Theaterprojekt auch an unserer Schule gastiert. Frau Legner ist telefonisch an unserer Schule unter der Rufnummer 07071 / 978-231 (Raum 158) erreichbar.

Einen Blick in das Theaterstück kann man unter dem folgenden Youtube-Link werfen:

Link zu einem Youtube-Beitrag über das Theaterstück

 

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Die Schüler sind direkt in das Theatergeschehen integriert.

 Fotos: Stiftung gegen Gewalt an Schulen